Deutsches Bündnis gegen Depression

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Am Arbeitsplatz


Viele Firmen kennen das Phänomen: Mitarbeiter, die man über Jahre für Ihr Engagement schätzen gelernt hat, scheinen plötzlich am Ende Ihrer Kräfte zu sein: Konzentrationsprobleme, Motivationsverlust, Dünnhäutigkeit, Reizbarkeit, aber auch sozialer Rückzug können zu den äußerlich auffälligsten Veränderungen zählen. Ist der Mitarbeiter "ausgebrannt", d.h. von andauerndem Stress körperlich und psychisch so erschöpft, dass er vorübergehend nicht mehr arbeiten kann? Oder sind die Veränderungen Anzeichen einer depressiven Erkrankung?



Übersicht


Auswirkungen von Depression am Arbeitsplatz
Welchen Einfluss hat die Arbeit auf die Entstehung einer Depression?
Wie kann man mit Depression am Arbeitsplatz umgehen?
Artikel zum Thema Depression und Arbeit
Aktuelle Veranstaltungen zum Thema

***


Auswirkungen von Depression am Arbeitsplatz 

Die Daten deutscher Krankenversicherer aus den letzten Jahren zeigen gestiegene Ausfallzeiten und Berufsunfähigkeiten aufgrund psychischer Erkrankungen:

  • Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Bei Männern ist der Anteil psychischer Erkrankungen als Berentungsdiagnose von 8% im Jahr 1983 auf fast 27% im Jahr 2004 angestiegen, bei Frauen von unter 10% auf rund 37% (Verband Deutscher Rentenversicherungsträger, 2006)
  • Trotz insgesamt sinkender Krankenstände hat der Anteil psychisch bedingter Fehlzeiten an der gesamten Arbeitsunfähigkeit in den letzten Jahren stetig zugenommen (1980: 2,5% auf 2008: 10,9%; BKK Gesundheitsreport 2009). Innerhalb der letzten 30 Jahre ist eine Vervierfachung des diesbezüglichen Krankenstands zu verzeichnen. Dabei stehen quantitativ die affektiven Störungen im Vordergrund mit "F32 depressive Episode" auf Platz eins (Gesundheitsreport 2009 der BKK und AOK) -  Depressionen spielen innerhalb der psychischen Erkrankungen also eine besondere Rolle.
  • Ebenso ist ein Anstieg der Frühberentungen aufgrund depressiver Erkrankungen zu verzeichnen:

Die Daten zeigen, dass Depressionen neben dem persönlichen Leid für Betroffene und Angehörige immense wirtschaftliche Kosten verursachen. Zu Ausfallquoten und Berufsunfähigkeiten kommt die eingeschränkte Produktivität und Leistungsfähigkeit der anwesenden Mitarbeiter u.a. durch hohe Fehlerquoten und vermindertes Durchhaltevermögen auch bedingt durch die zahlreichen körperlichen Beschwerden einer Depression, wie Schlafstörungen, Schmerzen und Energielosigkeit. 

Dr. Unger (Vorstand und Initiator des Harburger Bündnisses gegen Depression): „Gerade in unserer hoch entwickelten Technologie- und Kommunikationsgesellschaft stellt die Depression fast so etwas wie den Arbeitsunfall der Postmoderne dar, während früher z.B. in den Fabriken körperliche Verletzungen eine große Rolle spielten, ist insbesondere seit den 90er Jahren in den hoch entwickelten Industriegesellschaften eine Zunahme von depressiven Erkrankungen zu verzeichnen, gerade auch in jüngerem Alter und bei Angestellten."

Unternehmen stehen also vor der Herausforderung, die durch Depressionen und andere psychische Erkrankungen entstehenden Kosten zu senken. Zudem gilt es, einen angemessenen Umgang mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz zu etablieren, insbesondere präventive Maßnahmen und Prozesse der Wiedereingliederung depressiver Menschen.

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Welchen Einfluss hat die Arbeit auf die Entstehung einer Depression?

Eine Depression hat sowohl psychosoziale als auch neurobiologische Ursachen. Experten gehen davon aus, dass die Kombination aus ungünstigen Faktoren der Arbeitssituation (Stressoren) und gleichzeitig ungünstigen Personenvariablen (Stressverarbeitung) zu arbeitsbedingtem Stress führen kann und damit einen potentiellen Auslöser für eine Depression darstellt. Belastende Faktoren der Arbeit (z.B. wechselnde Aufgabenfelder, Arbeitsverdichtung oder Arbeitsplatzunsicherheit) sind demnach nicht Ursachen einer depressiven Erkrankung, können aber auslösende Wirkung haben.  
 
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Wie kann man mit Depression am Arbeitsplatz umgehen?

Das Bündnis gegen Depression Hamburg-Harburg hat gemeinsam mit dem Hamburger Fachdienst ein Fortbildungskonzept zum Umgang mit Depression am Arbeitsplatz entwickelt:

Müde, erschöpft, leer - krank?
Was tun, wenn Mitarbeiter "ausbrennen" oder depressiv werden?

Neben sachlichen Informationen zu Symptomen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten werden vor allem praktische Hilfen für den Umgang mit betroffenen Menschen vermittelt.Der Workshop richtet sich an verschiedene Berufsgruppen (u.a. Betriebsärzte, Sozialdienste, Führungskräfte, Betriebsrat), die in unterschiedlicher Funktion mit depressiven Mitarbeitern in Kontakt kommen.
Je nach Zielgruppe werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt:

  • depressive Erkrankungen besser erkennen
  • Gesprächsführung in schwierigen Situationen
  • antidepressive Faktoren von Arbeit
  • innerbetriebliche und externe Hilfen
  • Balancemodell für den Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeitern
  • Verantwortungsbereich und Grenzen der eigenen Funktion

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Artikel zum Thema Depression und Arbeit 

Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz (Die Industrie der Steine + Erden, Fachmagazin für Arbeit, Sicherheit und Gesundheit, 2006)

Depression durch Arbeitslosigkeit (Mittelbayerische Zeitung, 2004)

Arbeiten, bis der Arzt kommt - Wenn der Druck krank macht (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 2005)

Aktuelle Veranstaltungen


Aktuelle Veranstaltungen zum Schwerpunkt

 

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