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Hamburg-Harburg
Aktuelle Veranstaltungen des Harburger Bündnis gegen Depression finden Sie unter Aktuelles.
***Den aktuellen Veranstaltungsflyer finden Sie hier.***
Neues Angebot des Harburger Bündnisses gegen Depression: Krisenplan zum Download
Die Initiative zur Teilnahme am Bündnis gegen Depression nach dem Erfolg des Nürnberger Projektes erfolgte durch die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Allgemeinen Krankenhauses Harburg (Leitender Arzt: Dr. Hans-Peter Unger). Ein Schwerpunkt dieser Abteilung ist die Behandlung affektiver Erkrankungen. Nachdem der Leiter des Harburger Gesundheitsamtes, Dr. Burkhardt Jaeschke sowie der Bezirksamtseiter Bernhard Hellriegel für das Harburger Bündnis gewonnen werden konnten, schlossen sich die an der Harburger psychosozialen Arbeitsgemeinschaft beteiligten Dienste und Einrichtungen im psychosozialen Bereich zu einer Koordinationsgruppe zusammen. Die Angehörigen- und Selbsthilfegruppen sind ebenfalls beteiligt.Mit der Auftaktveranstaltung am 5. Februar 2004 im Harburger Rathaus ging es richtig los.
Mehr über das
"Harburger Bündnis gegen Depression", die
Tätigkeiten des Vereins,
Koordinationsstelle,
Ausblick und
Kontakt lesen Sie unten.
Das Harburger Bündnis gegen Depression
In Hamburg-Harburg schlossen sich die an der Harburger psychosozialen Arbeitsgemeinschaft beteiligten Dienste und Einrichtungen im psychosozialen Bereich zu einem Koordinationsteam zusammen. Die Angehörigen- und Selbsthilfegruppen sind ebenfalls beteiligt.
Inzwischen hat sich aus dem Koordinationsteam am 16. Januar 2004 der Verein "Harburger
Bündnis gegen Depression e.V." gegründet. Der Verein hat sich folgenden Aufgaben gestellt:
- Information der Öffentlichkeit über Depressionen und erfolgreiche Behandlungsmethoden
- Fortbildungsveranstaltungen z.B. für Ärzte, Apotheker und andere, an der Versorgung depressiv Erkrankter Beteiligte zur Optimierung von Diagnose und Therapie depressiver Störungen.
- Enge Kooperation mit den vor Ort tätigen Einrichtungen, die bereits in die Versorgung depressiver Menschen eingebunden sind
- Unterstützung von Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen
- Unterstützung von Modellen integrativer Versorgung depressiv Erkrankter
- Unterstützung von Selbsthilfe- und Angehörigeninitiativen depressiv Erkrankter
Allgemein kann hier angemerkt werden, dass in Hamburg-Harburg ein entscheidender Beitrag zu einer besseren Versorgung für depressiv erkrankte Menschen bisher geleistet wurde. Es ist durch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm gelungen, das öffentliche Bewusstsein bezüglich Depression deutlich zu erweitern und das Krankheitsbild Depression wird ernster genommen als zuvor.
Das Bündnis stieß sowohl bei Vertretern des Gesundheitssystems wie auch bei Betroffenen und Angehörigen auf große positive Resonanz.
Vereinsmitglieder
· Allgemeines Krankenhaus Harburg
· APONOVA-Servicecenter der Apotheken im LBK Hamburg
· Der Hafen-VpH Harburg e.V.
· Elbe Werkstätten GmbH
· Ev. luth. Kirchenkreis Harburg
· Gesundheitsamt Harburg
· Hamburger Fachdienst
· Paritätischer Wohlfahrtsverband LV Hamburg
· Selbsthilfegruppe für psychisch Kranke Harburg
· Hausarztkreis Harburg und Süderelbe e.V., vertreten durch Herrn E. Ottahal
· Fachärzte, vertreten durch Frau I. Behling-Haß
· Krankenhaus Mariahilf gGmbH
· Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
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- Veranstaltungsprogramm
Seit der Gründungsveranstaltung des Vereins wurden etwa 30 Veranstaltungen durchgeführt, die sich an Menschen mit Depressionen, Angehörige, Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Betriebsräte, Personalverantwortliche und alle im psychosozialen/medizinischen Bereich Tätige richten.
Sie sollen Aufklärung, Informationen und neue Perspektiven und Behandlungsansätze zu der depressiven Erkrankung und deren Auswirkungen geben.
- Projekte
Integrierte Versorgung depressiver Patienten
Ein Versorgungsvertrag soll Menschen mit behandlungsbedürftigen Depressionen eine schnelle, individuelle und nahtlos aufeinander abgestimmte medizinische und psychotherapeutische Versorgung auf hohem Qualitätsniveau sicherstellen. Hier konnte das Harburger Bündnis durch die Unterstützung mit Informationsmaterial einen Beitrag leisten.
Selbsthilfe
Im Bereich Selbsthilfe wurden von der Kontakt- und Informationsstelle Harburg mit Unterstützung des Bündnisses drei Selbsthilfegruppen gegründet. Diese werden mittlerweile eigenverantwortlich oder mit Unterstützung von KISS Harburg geleitet.
Nach Aussagen mehrer Selbsthilfegruppenteilnehmerinnen hat sich das Informations- und Gesprächsangebot für Menschen mit Depressionen durch das Veranstaltungsprogramm des Harburger Bündnisses entscheidend verbessert.
Krisen- und Notfallplan
Er soll eine strukturierte Hilfe für Menschen in seelischen Krisen sein. Er basiert auf persönlichen Erfahrungen von Menschen mit Depressionen oder ein anderer psychiatrischen Krankheit oder Menschen, die sich in einer seelischen Krise befinden.
Einige Anregungen sind aus dem diagnoseübergreifenden psychoedukativen Gruppenprogramm von M. Jensen und F.-M. Sadre Chirazi-Stark adaptiert.
Der Krisen- und Notfallplan besteht aus mehreren, sich ergänzenden Teilen und unterscheidet eine Selbsthilfe- und eine Notfallphase der Krise:
A Frühsymptome
Wie erkenne ich rechtzeitig, dass ich in eine seelische Krise gerate, was kann ich vorbeugend tun?
B Krisenplan
Wie kann ich mir selbst helfen?
C Notfallplan
Wie kann ich mir Hilfe holen, wenn ich es alleine nicht mehr schaffe?
D Behandlungsvereinbarung
Wie kann ich durch vorherige Absprache meine Behandlung positiv beeinflussen?
Die Broschüre wurde mit dem Harburger Bündnis gegen Depression e. V. überarbeitet und veröffentlicht und mit überaus großem Interesse angenommen.
Der Schwerpunkt Menschen in Krisen für ihre Belange und Bedürfnisse kompetenter, sensibler und stärker zu machen zeigt sich als wichtiges therapeutisches und persönliches Instrument.
Depression am Arbeitsplatz
Als besondere Ziele hat sich das "Harburger Bündnis gegen Depression" erstens die Früherkennung von Depressionen am Arbeitsplatz gesetzt.
Dr. Unger (Vorstand und Initiator des Harburger Bündnisses) : „Gerade in unserer hoch entwickelten Technologie- und Kommunikationsgesellschaft stellt die Depression fast so etwas wie den Arbeitsunfall der Postmoderne dar, während früher z.B. in den Fabriken körperliche Verletzungen eine große Rolle spielten, ist insbesondere seit den 90er Jahren in den hoch entwickelten Industriegesellschaften eine Zunahme von depressiven Erkrankungen zu verzeichnen, gerade auch in jüngerem Alter und bei Angestellten.
Dies unterstreichen Studien aus Schweden und Holland sowie der DAK-Gesundheitsreport 2002 und 2003. Als Ursache für die Zunahme der Erkrankung Depression werden häufige Reorganisationen in Betrieben, unklare Hierarchien mit rasch wechselnden Aufgabenfeldern sowie die Arbeitsverdichtung genannt“.
Hier findet eine enge Zusammenarbeit mit dem Hamburger Fachdienst und verschiedenen Hamburger betriebsärztlichen Diensten statt. Es geht besonders um die Fragestellung der Wiedereingliederung depressiver Menschen am Arbeitsplatz.
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Koordinationsstelle
Es ist gelungen durch die Einwerbung von privaten Spenden eine Koordinationsstelle für das Harburger Bündnis zu etablieren.
Die Koordinatorin bündelt alle eingehenden Informationen, führt telefonische Beratung durch, ist federführend für das Veranstaltungsprogramm verantwortlich und unterstützt und koordiniert die anstehenden Projekte.
Ausblick
Im kommenden Jahr ist erneut ein umfassendes Veranstaltungsprogramm zu dem Thema Depression geplant.
Der Hamburger Gesundheitstag 2006 für den Bezirk Harburg wird vom Harburger Bündnis federführend organisiert und durchgeführt.
Die Koordinationsstelle soll sichergestellt und eventuell erweitert werden.
Der vorliegenden Krisen- und Notfallplan hat soviel Zuspruch und Bedarf geweckt und es gingen so viele Anmerkungen, Vorschläge und Ideen bei uns ein, dass der Verein eine Neuauflage der Broschüre in Betracht zieht.
Es bleibt festzuhalten, das Harburger Bündnis ist im Bezirk ein kompetenter und wichtiger Ansprechpartner für das Krankheitsbild Depression sind.
Im Gesundheitssystem nimmt es eine wichtige zentrale Integrationsaufgabe wahr, weil in diesem Bündnis unterschiedliche Berufsgruppen und Vertreter der verschiedenen Ebenen des Gesundheitssystems zusammenkommen und konkret über verschiedene Fragestellungen diskutieren und entscheiden. Das Bündnis verhindert auf diese Art und Weise die Partikularisierung in die verschiedenen Einzelinteressen, und hilft übergreifende Zusammenhänge herzustellen und auf diese Weise tatsächlich zu einer besseren Vernetzung im Bemühen um Prävention, Aufklärung und Diagnostik beizutragen.
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Kontakt:
Harburger Bündnis gegen Depression e.V.
Kerstin Goßmann
c/o Asklepios Klinik Harburg
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie
Eißendorfer Pferdeweg 52
21075 Hamburg
Tel.: 040 / 181886-2104
Fax: 040 / 181886-3085
Email: ke.gossmann
asklepios.com
Spendenkonto:
Harburger Bündnis gegen Depression e.V.
Hamburger Sparkasse BLZ 200 505 50
Kto.-Nr. 12 75 12 43 43










