Deutsches Bündnis gegen Depression

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Krisenmanagement
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Krisenmanagement


Im Rahmen einer depressiven Erkrankung können immer wieder Krisen auftreten. Krisen haben für die betroffene Person oft einen bedrohlichen Charakter, weil sie mit eingeschränkter Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit einhergehen. Insbesondere suizidale Krisen sind gefährlich. Für ein besseres individuelles Krisenmanagement wurde ein Instrument entwickelt, das Betroffene vor einer Krise nutzen können, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten und Möglichkeiten der Selbsthilfe und konkrete Möglichkeiten zusätzlicher Unterstützung zu planen.


Übersicht

Krisenmanagment und Notfallplan
Nutzung des Notfallplans (inkl. Adressliste Krisendienste)
Downloads Notfallplan und Gebrauchhinweise
Aktuelle Veranstaltungen zum Thema

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Krisenmanagement und Notfallplan

Mit dem Ziel einer strukturierten Hilfestellung für Menschen in akuten Krisen hat das Harburger Bündnis gegen Depression gemeinsam mit Betroffenen einen Krisen- und Notfallplan entwickelt. Der Krisen- und Notfallplan soll dazu ermutigen und eine Anregung sein, auf persönlichen Erfahrungen und Bedürfnissen aufbauend einen eigenen "Krisenmanagement-Plan" zu entwerfen. Er basiert auf Erfahrungen von Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe, die von einer Depression oder anderen psychiatrischen Erkrankungen betroffen sind oder sich in einer seelischen Krise befinden.

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Nutzung des Notfallplans

Der Krisen- und Notfallplan besteht aus mehreren, sich ergänzenden Teilen und unterscheidet in eine Selbsthilfe- und eine Notfallphase. Er zeigt demnach Möglichkeiten auf, wie sich Betroffene in einer Krise selbst helfen können, aber auch wann Hilfe von Dritten angebracht und notwendig ist.

  1. Im ersten Teil geht es um die Bestimmung der Frühsymptome:
    Wie erkenne ich rechtzeitig, dass ich in eine seelische Krise gerate, was kann ich vorbeugend tun?
    Worauf muss ich achten?
    An wen kann ich mich wenden, sobald Frühsymptome auftreten?
    Frühsymptome können z.B. Konzentrationsstörungen oder Schlafstörungen sein.

  2. Daran anschließend geht es um die Definition eines Krisenplans:
    Wie kann ich mir selbst helfen?
    Vorschläge für die Selbsthilfe im Krisenfall von Betroffenen sind z.B. Wahrnehmungsübungen zur Selbstregulation, Gespräche mit Freunden, "rescue"- Tropfen, Musik hören oder Joggen.
    Ziel ist eine Liste individuell hilfreicher Maßnahmen zur Selbsthilfe in einer Krisensituation.
    unter Berücksichtigung situationaler Faktoren: was kann ich zuhause, was unterwegs, was nachts tun?

  3. Doch was, wenn ich es alleine nicht mehr schaffe?
    Wie kann ich mir Hilfe holen?
    Der Notfallplan zielt darauf ab, bereits vor einer akuten Krise konkrete Möglichkeiten zu bestimmen, wo im Falle einer Krise zusätzliche Unterstützung geholt werden kann. Ziel ist eine möglichst erschöpfende Liste der wichtigen Ansprechpartner und deren Erreichbarkeit. Dazu können Telefon-Nummern von Freunden oder Verwandten gehören, die im Fall einer Krise in die Klinik oder zum Arzt begleiten können, aber auch die Telefonnummer und Sprechzeiten des Arztes und des sozialpsychiatrischen Dienstes. Hilfreich ist auch die Nummer eines Taxi-Unternehmens und das Bereithalten eines "Taxi-Portmonnaies" mit der ca. benötigten Geldmenge.
    Zahlreiche Adressen, überregional wie regional finden Sie auf der Homepage der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.
  4. Zusätzlich zu konkreten Hilfsangeboten sollte eine Behandlungsvereinbarung getroffen werden:
    Wie kann man durch vorherige Absprache die Behandlung im Notfall positiv beeinflussen? Die Behandlungsvereinbarung soll im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt und dem zuständigen Krankenhaus abgesprochen werden:
    Welche Personen sollen benachrichtigt werden?
    Mit welcher Klinik liegt eine Behandlungsvereinbarung vor?
    Welche Medikamente haben sich im Krisenfall als hilfreich erwiesen oder werden empfohlen?  

Wichtig ist, dass der Notfallplan nicht erst zum Einsatz kommt, wenn die Krise akut ist, sondern bereits davor "ausgefüllt" wird. Er sollte vorab in entspannter Atmosphäre durchgelesen und wenn möglich gemeinsam mit Angehörigen, Partner, Freunden, Arzt und Therapeuten besprochen werden, denn in einer seelischen Krise sind das Denken und Fühlen gestört. Daher ist es wichtig in akuten Krisen entlang des vorher entwickelten Krisenplanes aktiv zu werden, anstatt sich mit dem Innenleben zu beschäftigen. 

Der Notfallplan ist ein individuelles Werkzeug, das kontinuierlich überarbeitet und an persönliche Veränderungen angepasst werden sollte, damit es im Falle einer Krise wirklich hilfreich ist. Der Notfallplan sollte möglichst ständig griffbereit sein.

 

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Downloads

Download Gebrauch Krisen- und Notfallplan

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Krisen und Notfallplan



Aktuelle Veranstaltungen
Aktuelle Veranstaltungen zum Schwerpunkt

 

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