Deutsches Bündnis gegen Depression

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Paderborn


Das Paderborner Bündnis gegen Depression e.V. hat sich seit dem 16. September 2008 in Paderborn etabliert.

 

 

Es hat durch Veranstaltungen, Vorträge und gezielte Hilfen

für Betroffene und Angehörige durch Aufklärung und Informationen dazu beigetragen, die Krankheit Depression ins Blickfeld zu rücken und aufgezeigt, dass die Krankheit jeden treffen kann und behandelbar ist.

Verschiedene Institutionen aus der Region, aber auch Ärzte und Betroffenenvertreter haben sich zusammengeschlossen, um in der Stadt und im Kreis Paderborn die Versorgungssituation depressiv Erkrankter zu verbessern.

 




Eine Übersicht der aktuellen Fortbildungsveranstaltungen des „Paderborner Bündnis gegen Depression e.V.“ wird zu gegebenem Zeitpunkt an dieser Stelle wieder bereitgestellt.


 

Vortrag im Paderborner Rathaussaal 18. Oktober 2011 - 18.00 Uhr

Depressive Störungen bei Kinder und Jugendlichen



Prof. Dr. Dr. med. Martin Holtmann

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Ärztlicher Direktor der LWL- Klinik Hamm,
Kinder -und Jugendpsychiatrie,
Psychotherapie und Psychosomatik

referierte am Dienstag, den 18.10.2011 um 18 Uhr im Paderborner Rathaussaal über das Thema:

>>Depressive Störungen bei Kindern und Jugendlichen<<

Die Zahlen sind alarmierend: Etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland weisen psychische Störungen auf. Wie Professor Martin Holtmann, Ärztlicher Direktor der LWL- Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm, erläuterte, sind etwa die Hälfte dieser Kinder und Jugendlichen behandlungsbedürftig.

Depression hat viele Gesichter

Eines dieser Gesichter ist die Depression im Kindes- und Jugendalter: leichte depressive Verstimmungen, bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören mit zu den psychischen Erkrankungen, unter denen Kinder und Jugendliche am häufigsten leiden. Aktuell leiden weniger als 2 Prozent der Grundschulkinder und bis 3,6 Prozent der Jugendlichen über 11 Jahre an einer Depression. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, steigt bei Jugendlichen gegenüber Kindern an. Typisch für die Depression im Kindes- und Jugendalter ist, dass sich die Symptome nicht unbedingt in einer melancholischen Grundstimmung mit Traurigkeit, Interesselosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Grübeln oder Antriebslosigkeit zeigen, sondern häufig hinter körperlichen Symptomen, hinter krankhafter Unruhe, Aggressionen oder selbstverletzendem Verhalten verborgen sein können. Diese unterschiedlichen Bilder der Depression führen dazu, dass Depressionen im Kindes und Jugendalter oft nicht oder sehr spät erkannt werden. Die sich zeigenden Symptome einer Depression im Kindes und Jugendalter sind alters- und entwicklungsabhängig. Depression und Suizidalität sind zwei sich überlappende Phänomene. Auch Jugendliche können davon betroffen sein. Vor allem Mädchen ab 14 Jahre sind eine Hauptrisikogruppe für Selbsttötungsversuche. Vollendete Suizide sind dagegen bei Jungen ab dem 14. Lebensjahr häufiger. In der Todesursachenstatistik steht die Selbsttötung bei Jugendlichen an zweiter Stelle. Suizidandrohungen sollten daher immer sehr ernst genommen werden. Wichtig dabei ist, dass Eltern mit ihrem Kind ins Gespräch kommen, ihm Hilfe anbieten oder Anlaufstellen nennen, wo es sich Hilfe holen kann. Bleibt die Stimmung des Kindes unberechenbar und verlieren Eltern den Zugang zu den Gefühlen des Kindes, sollten sie möglichst umgehend eine Praxis oder Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie anrufen und um einen schnellstmöglichen Termin bitten. Die Therapie setzt auf mehrere wirksame Bausteine: je nach Einzelfall kommen psychotherapeutische oder medikamentöse Behandlungen in Frage.

Eine Depression ist eine Krankheit, die behandelt werden kann.

Kontakt in Paderborn:

LWL – Tagesklinik und Ambulanz für Kinder und Jugendliche
Telefon: 05251/146528

 



 

Paderborner Vorstand in neuer Zusammensetzung

     


von links nach rechts:

Beisitzender des Vorstands: Herr Dr. Hans Ludwig Graefe, niedergelassener Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Stellvertretender Vorsitzender: Herr Dr. Gerd Kötschau, Chefarzt der Klinik Martinusquelle Fachklinik für Psychosomatik Bad Lippspringe
Schriftführerin: Frau Gabriele Hajok, Diplom Psychologin
1.Vorsitzender: Herr PD Dr. Bernward Vieten, Ärztlicher Direktor der LWL - Klinik Paderborn
Beisitzende des Vorstands Frau Iris Pape, Volkshochschule Paderborn
Frau Margot Becker, Kreis Paderborn, Gesundheitsamt
Frau Renate Linn, Selbsthilfe- Kontaktstelle Paderborn


Kontakt:

Geschäftsstelle

c/o LWL-Klinik Paderborn

Agathastr. 1

33098 Paderborn

 

Ansprechpartnerin:

Elisabeth Meyer

E-Mail: elisabeth.meyer@wkp-lwl.org

Telefon: 05251 5067780

Montag bis Freitag 8-9 Uhr

 

 

Spendenkonto:

Sparkasse Paderborn

Kontonummer:102 97 84

Bankleitzahl: 472 501 01


Wenn Sie in einer der Arbeitsgruppen des Paderborner Bündnisses mitarbeiten wollen,

rufen Sie uns an:


- AG Öffentlichkeitsarbeit -

Ansprechpartnerin: Margot Becker

Tel.: 05251-  308 296


- AG Fortbildung/Schulung -

Ansprechpartner:  Dr. Gerd Kötschau

Tel.: 05252- 952 610


- AG Selbsthilfe/Angebote für Betroffene und Angehörige -

Ansprechpartnerin: Renate Linn

Tel.: 05251- 878 2960

 

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