Deutsches Bündnis gegen Depression

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Suizidalität
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Suizidalität


 

 

 

Die Internationale Vereinigung für Suizidprävention (IASP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nehmen sich gemeinsam seit mehreren Jahren der Suizidprävention an. Der Welttag der Suizidprävention bringt Personen und Organisationen mit einem Interesse an  Suizidprävention zusammen und organisiert weltweit Aktivitäten, um auf das Thema Suizid aufmerksam zu machen und Leben zu retten.

Bitte besuchen Sie die Homepage der International Association for Suicide Prevention (IASP), um mehr über den Welttag der Suizidprävention am 10. September 2014 zu erfahren.


Depression und Suizidalität sind sich überlappende Phänomene: Suizidgedanken sind ein sehr häufiges Symptom der Depression und ca. 15 Prozent der Menschen mit schweren Depressionen nehmen sich das Leben. Wer selbst an Suizid denkt, sollte umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Übersicht

Häufigkeit
Ursachen und Risikofaktoren
Suizidprävention
Umgang mit suizidalen Menschen
Suizid in den Medien
Bündnisaktivitäten zum Thema Suizidalität
Aktuelle Veranstaltungen zum Thema

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Häufigkeit

In Deutschland versterben jährlich über 9.000 Menschen durch Suizid, das sind mehr als durch Verkehr, Drogen, Mord und AIDS zusammen. Die Zahl der Suizidversuche ist schätzungsweise 15-20mal so hoch. Zwei von drei Suiziden werden von Männern verübt, insbesondere ältere Männer haben ein erhöhtes Risiko. Bei den Suizidversuchen sind insbesondere junge Frauen gefährdet. Trotz der seit den 90er Jahren insgesamt rückläufigen Zahlen ist die dringende Notwendigkeit von Suizidprävention unbestreitbar.

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Ursachen und Risikofaktoren

Suizidale Handlungen werden häufig in speziellen Krisensituationen begangen. Kritische äußere Ereignisse können Partnerschaftskonflikte, Schulden, Vereinsamung, Arbeitslosigkeit, chronische Erkrankungen oder Trennungen sein, Zustände, die mit großer Hoffnungslosigkeit verbunden sind. Der Annahme, dass schwierige äußere Bedingungen allein ein hinreichender Grund für Suizide sind, muss jedoch widersprochen werden. Nur ein kleiner Teil der Betroffenen reagiert suizidal, während die große Mehrheit in der Lage ist, diese "Schicksalsschläge" zu verarbeiten.
Bei 90% der Suizidopfer bestand eine psychiatrisch Erkrankung, am häufigsten Depression (40-70%) aber auch schizophrene und Suchterkrankungen. Weitere Risikofaktoren sind männliches Geschlecht und höheres Alter, Suizidversuche in der Vorgeschichte und Suizide in der Famiengeschichte.
Da Suizide meist im Zuge psychischer Störungen auftreten, stellt die erfolgreiche Behandlung der Grunderkrankung die beste Prävention dar. Depressionen lassen sich zwar heute wirksam behandeln, werden aber häufig übersehen oder nicht ernst genommen.   

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Suizidprävention

Ziel des Bündnisses gegen Depression ist eine verbesserte Versorgung depressiv Erkrankter in Deutschland. Auf vier Ebenen werden mit dieser Zielsetzung auf lokaler Ebene Aktionsprogramme durchgeführt. Im Rahmen des Nürnberger Pilotprojektes konnte mit der 2-Jahres Intervention die Suizidalität (Suizide und Suizidversuche) signifikant gesenkt werden. Die Bündnisaktivitäten wirken sich demnach im Sinne einer Suizidprävention durch verbesserte Aufklärung und Versorgung depressiv Erkrankter positiv auf die Suizidalität aus.

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Umgang mit suizidalen Menschen

Welche Alarmzeichen sollte man ernstnehmen?

  • Suiziddrohungen und -ankündigungen
    Das Vorurteil, dass sich ein Mensch, der von Selbstmord spricht, nichts antut ist falsch.
  • Große Hoffnungslosigkeit und Äußerungen wie:
     „ es hat ja doch alles gar keinen Sinn mehr.......,irgendwann muss auch mal Schluss sein.........., es muss jetzt was passieren......“ sind bei depressiven Menschen ein Hinweis auf ernste Gefährdung.
  • Angelegenheiten ordnen, Abschied nehmen
    Viele Menschen möchten vor einem Suizid ihre Angelegenheiten ordnen. Beispielsweise verschenken sie Wertgegenstände, setzen ihr Testament auf oder verabschieden sich von ihren Freunden und Verwandten. Wer fest zum Suizid entschlossen ist, wirkt oft ruhiger, gefestigter und weniger verzweifelt. Die Mitwelt kann zu dem trügerischen Schluss kommen, es gehe endlich wieder aufwärts mit dem depressiven Menschen.

Was können Sie tun, wenn Sie einen akut suizidgefährdeten Menschen kennen?

  • Sprechen Sie das Thema an! Wenn Sie den Verdacht hegen, dass ein Freund oder Angehöriger suizidgefährdet ist, sollten Sie ihn in ruhiger und sachlicher Weise direkt darauf ansprechen. Die Befürchtung, man könne dadurch den Suizid erst provozieren, ist falsch. In aller Regel stellt es für einen suizidgefährdeten Menschen eine Entlastung dar, mit einer anderen Person über die quälenden Gedanken sprechen zu können.
  • Versuchen Sie, professionelle Hilfe hinzuzuziehen!  Versuchen Sie sich nicht als Therapeut, sondern unterstützen Sie den Betroffenen, professionelle Hilfe zu suchen. Dies kann ein Arzt, ein Psychotherapeut oder eine Klinik sein.
  • Sorgen Sie für den Menschen! Zeigen Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie ganz für ihn da sind. Übernehmen Sie in der akuten Situation Verantwortung für den anderen. Begleiten Sie die gefährdete Person zum Arzt oder in die Klinik. Nachts kann das die psychiatrische Notfallambulanz sein, aber auch der ärztliche Notdienst.

Das Wichtigste bei akuter Suizidalität ist, nicht alleine in der aussichtslos erscheinenden Situation zu bleiben, sondern sich trotz oft vorhandener Scham- und Schuldgefühle einer andern Person anzuvertrauen.

Wenn ein Mensch unmittelbar von Suizid bedroht ist, er aber in keiner Weise mehr über ein Gespräch erreichbar ist und nicht bereit ist gemeinsam Hilfe aufzusuchen, so sollten Notarzt und Polizei verständigt werden.
Das wichtigste ist Zeitgewinn, da der Wunsch zu sterben fast immer nur ein vorübergehender Zustand ist und auch bei schwierigen Lebenssituationen meist der Lebensmut zurückkehrt.

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Suizid in den Medien

Den Medien kommt bei der Berichterstattung über Suizide und Suizide eine große Verantwortung zu. Durch dramatisiertende oder gar heroisierende sowie detaillierte Darstellung können bei suizidgefährdeten Menschen suizidiale Handlungen indiziert werden. Dies ist als Werther-Effekt beschrieben, in Anlehnung an die Erfahrung mit dem Roman Goethes "Die Leiden des jungen Werther". Durch diesen Roman wurden zahlreiche junge Männer, sich in ähnlicher Weise, wie die Romanfigur das Leben zu nehmen. Ziel des Bündnisses ist es daher, die Medien zur Mitarbeit zu gewinnen. Im Rahmen des Nürnberger Bündnisses wurde ein Medienguide "Take care, be aware" entwickelt, der Empfehlungen zur Berichterstattungen über Suizide enthält.

Medienguide "Take care, be aware" zum Download  (100 KB)

Eine in diesem Medienguide enthaltene Empfehlung ist beispielsweise, den Suizid nicht als Freitod oder in melodramatischer Weise darzustellen, sondern als Folge einer psychiatrischen Erkrankung, die durch konsequente Behandlung hätte vermieden werden können.

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Bündnisaktivitäten zum Thema Suizidalität

Das Thema Suizid wird in allen Fortbildungen thematisiert und der Umgang mit dem Thema in Rollenspielen im jeweiligen Kontext praktisch geübt. Dazu gehört neben der Exploration akuter Suizidalität z.B. im Beratungskontext auch der Umgang mit Personen in akuter Suizidgefahr.


Aktuelle Veranstaltungen zum Schwerpunkt


AGUS e.V. (Angehörige um Suizid)
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